The End of Reason: Why We Are Walking Into the Abyss With Our Eyes Open – Hans-Eckardt Wenzel

 

   
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Wir stehen am Tor zur Vorhölle, aber wir glauben nicht recht, dass es die Vorhölle ist. Wir glauben vielleicht eher, [japst]
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dass es das Paradies ist, was uns sozusagen oferlegt wird. Aber die Bedrohungen, die in den letzten Jahrzehnten extrem zugenommen haben, die
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haben in unserem Alltagsbewusstsein kaum noch eine Funktion oder sie bestimmen uns immer weniger. Vielleicht sind doch die aufgeklärten Gesellschaften ein
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Stück weiter als die Regierenden es glauben. Ich hoffe das zumindest, dass wir diesmal vielleicht ohne einen Krieg klüger werden und auf eine Besinnung
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zurückkommen müssen, die mit uns äh die die uns definiert als Menschen, weil wir als Gattung in Frage gestellt sind. Wenn wir meinen, dass man Kriege nur noch mit
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Vernunft und nicht mehr mit Waffen been kann, ist man ein Putin, verstehe. Das heiß sind überall sind Verbote aufgestellt. Woher rührt es, dass
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besonders bösartige Politiker besonders dünnhäutig sind?
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Gegen den Strom zur Person. Hallo bei G.
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den Strom. Wir präsentieren Positionen und Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.
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Hans Eckard Wenzel ist einer der überragenden Poeten, Musiker,
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ja, Denker, die mit ihren Beinen in der DDR stehen, aber ohne Niveauverlust im Vereinten Deutschland weiterwirken.
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Er hat mitgearbeitet an diesem Buch Lasst alle Hoffnung fahren, zornige
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Blicke, geschrieben haben es Alexander Ra, Anti Folmer, Daniela Dan, Dieter Klein, Ingo Schulze, Marco Bülo, Michael
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Bri, Peter Brand und Petra Erla und Hans Eckard Wenzel. Hallo. Hallo. Schönen guten Tag.
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Der Titel Lasst alle Hoffung fahren geht zurück auf einen Satz.
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von Dantes göttlicher Komödie, der die Hauptfigur kommt an das Tor zur Vorhölle
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und wird mit einer Inschrift aufgefordert, alle Hoffnungen fahren zu lassen. Sind wir wieder soweit? Stehen wir wieder am Tor zur Vorhölle?
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Wir stehen am Tor zur Vorhölle, aber wir glauben nicht recht, dass es die Vorhölle ist. Wir glauben vielleicht eher, dass es das Paradies ist, was uns
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sozusagen oferlegt wird, aber die Bedrohungen, die in den letzten Jahrzehnten extrem zugenommen haben, die haben in unserem Alltagsbewusstsein kaum
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noch eine Funktion oder sie bestimmen uns immer weniger. Und dann Spruch, die ihr ja eintretet, lasst alle Hoffnung
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fahren ist sozusagen, wir sind jetzt auf die Realität zurückgefahren.
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Der Titel entstammt im Grunde. Wir sind eine kleine Arbeitsgruppe, die sozusagen in der Folge von Anche Vollmer sozusagen weiterarbeitet. Wir treffen
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uns monatlich und reden und hören voneinander, was wir über Neues wissen über die Konflikte der Welt, was es für
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Möglichkeiten gäbe und in jedem Jahr bringen wir eine Flugschrift heraus und zwingen uns sozusagen einen Text zu schreiben, der unserem Thema entspricht.
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Und im vorigen Jahr, es geht auf einen Vorschlag von Daniela Danzurück, meinte sie, dass die Hoffnung sozusagen, wie es
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bei einem Text von Volker Braun heißt, auch eine Falle sein kann, in dem wir hoffen und eigentlich keine Hoffnung mehr haben sollten, sollten wir darüber
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nachdenken, was das ist. Und äh es ist ja, es gibt diesen schönen Spruch von Heiner Müller: "Optimismus ist ein
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Mangel an Informationen." Also wie weit sind wir selbst in einem ideologischen Raster verfangen, der uns noch die Hoffnung vorgaukelt?
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Und wie weit brauchen wir aber auch die Hoffnung, weil wir sonst nicht tätig sein können gegen das Destruktive, was im Moment die Welt beherrscht? Das ist
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sozusagen der Grundgedanke dieses Buches. Und von verschiedenen Seiten, von mit verschiedenen Blicken wurde das
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äh versucht zu umkreisen und äh ja, das ist vielleicht so in der Kurzfassung.
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Sie haben gesagt, wir stehen am Tor zur Vorhölle, aber es kommt im Alltagsbewusstsein nicht an. Woher rührt diese Spaltung?
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Diese Spaltung ist ich bin Kulturwissenschaftler auch, das habe ich studiert. Das ist eine lange Trennung, die einsetzt seit den 19. Jahrhundert,
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dass sobald die Maschinen sehr viel in unserer Welt übernommen haben, unser Verhältnis in die Realität immer disperater geworden ist. Wir da wir
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entfernen uns immer weiter von dem, was Wirklichkeit ist und leben immer mehr in einer Scheinwelt. Der Philosoph Walter Benjamin hatte das in seinem Passagenwerk beschrieben, wo er sagt,
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wir stellen als Menschen auf einem einen überdachten Innenraum her, der so tut, als wäre Natur. Das heißt, wir bauen alles neu. In diesem Zusammenhang kommt,
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dass unser Verhältnis zu den Tatsachen ein anderes geworden ist. die und dann kommen hinzu, dass die politischen Ideologien sozusagen das, was die
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Mechanik gemacht hat, auch in unserem Bewusstsein hergestellt hat und dass wir die Schrecken nicht mehr wahrnehmen, hängt auch damit zusammen,
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würde ich mal profan gesagt, dass die Zensur, die Militärzensur der Kriege eingesetzt hat. Die Bilder, die wir noch zur Verfügung hatten während des
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Vietnamkrieges, die uns gezeigt haben, welche Grausamkeit ein Krieg bedeutet, wie viel enend und wie viel Leid, die haben wir nicht mehr. Es gibt keine
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Bilder über den Krieg oder wenn, dann heißt es, es sind Fake News aus dem Internet, zumindest in den öffentlichen Medien nicht mehr. und der Krieg, die
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Kriegs äh Tüchtigkeit und das sind alles positiv besetzte Begriffe. Auf einmal das, was nach dem Krieg in Deutschland
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äh sehr hinterfragt wurde, aber jetzt heißt heißt es auf einmal wieder die Nordflanke der NATO. Das erinnert sehr an Barbarossa an die an die Kriegspläne
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der Nazis. Das heißt, wir haben sprachlich und auch kulturell eine Veränderung all dieser Dinge, dass wir die Schrecken, die mit dem Krieg
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zusammenhängen, nicht mehr visuell und auch nicht mehr intellektuell und auch nicht mehr emotional zur Verfügung haben. Meine Vorgang, dass jeden Tag an
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der ukrainisch-russischen Front paar tausend Söhne, Kinder, Frauen, Männer ums Leben kommen. Jeder einzelne Tod
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erschreckt uns, wenn er in der Familie ist. Aber in diesen Kriegen erstauen wir, ach was, bloß 200 Tote diesen Tag oder so. Das ist ein eigenartiger
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Vorgang, der uns als Gattung zerstört hat, finde ich, und gegen den wir vorgehen müssen. Deswegen glaube ich es ist, dass dieses Bewusstsein, dass wir
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im Vorhof der Hölle stünden, nicht eintritt.
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Im Passagenwerk notiert Walter Benjamin, ich glaube auf Seite 562, die Katastrophe ist, dass es immer so
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weitergeht. Die Katastrophe ist nicht, dass die Katastrophe einritt, sondern dass es so weitergeht. dass wir bei der Katastrophe bleiben und darin verharren,
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ohne dass wir das Abschlachten noch wahrnehmen.
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Genau, das ist ein eigeneriger Zustand und der uns als Gattung in Frage stellt.
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Wir stellen uns als Gattung mehrfach in Frage in diesen Zeiten. Wir stellen uns ökologisch in Frage, dass wir diesen Planeten dabei sind zu vernichten. Wir
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stellen uns äh äh äh sozusagen von unserem philosophischen empfinden der Reflexion der Welt, in der wir leben, in
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Frage. Und wir stellen uns letztenendes als Gattung in Frage, dass wir andere Leute nicht mehr als zu uns gehörig
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befinden. Sobald wir in der Lage sind, ein anderes Volk oder einen anderen Staatsführer als Bestie oder Barbar hinzustellen,
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ist er nicht mehr auf unserer Ebene und wir werden sozusagen befugt ihn umbringen zu können für das Gute. Und das ist ein Zustand des Krieges. Ja,
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holen uns da die bösen Geister der Vergangenheit wie Untote wieder ein. Ich glaube, das hat damit eine ganze Menge
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zu tun und äh die Furcht, sagen mal, der momentan politischen Eliten vor der
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Erzählung des Zweiten Weltkriegs und das Ende des Zweiten Weltkriegs, also, dass das die rote Armee vor allem war mit ihren Lasten und das russische Volk und
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das ukrainische Volk und die ganzen die der in der Sowjetunion vereint waren, dass sie die Hauptlasten dieser Befreiung getragen haben, das versucht
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man ja nun Stück für Stück herunterzufahren, indem man das Narrativ verändert. In in Dresden wurde aus Rache
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an Putin das Dostojewski Denkmal abgebaut. Das muss man sich mal vorstellen, was das für ein Zustand ist.
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Das heißt, die die Geister der Vergangenheit, die vor dieser Befreiung waren, sollen befreit werden. [räuspern] Es geht immer um die Toten. Wenn wir
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über die über die Welt nachdenken, wie wir sie uns träumen und wir sie gestalten wollen, geht es darum, wie wir mit unseren Toten umgehen. Und das ist
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ein entscheidender Punkt. Ja, dazu haben sie ein Gedicht beigetragen in diesem Buch. Es heißt In den Ländern schläft der Krieg.
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Ja, in den Ländern schläft der Krieg ein verstecktes Ungeheuer. Wird er wach,
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will er Musik und ein großes Feuer. Will mit Pump empfangen sein. Weise Sprüche,
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Klopfer stimmen auf sein Kommen ein. Er braucht Menschenopfer.
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Jeder Krieg braucht frisches Blut, sonst ist nichts zu schaffen. Einen Feind, der Böses tut und die besten Waffen.
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[räuspern] Und wenn dann der Himmel noch riecht nach Exkrementen, fliegen alle Hände hoch in den Parlamenten.
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[räuspern]
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Und zur Front wird jeder Ort Flagge muss man zeigen. Und es fällt manch großes Wort und die Aktien steigen. Für
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Demokratie im Land, dass es uns gelinge, denn der Krieg ist wohlbekannt Vater aller Dinge.
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geht er schließlich doch verloren, wird von Leid gesprochen und die ihm einst treue schworen schweigen ein paar Wochen.
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RosaLg hat geschrieben: "Die Börsenkurse steigen und die
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Proletarier fallen. Warum kommt das im Alltagsbewusstsein nicht an?" Wir haben, glaube ich, durch die durch
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den Zusammenbruch des Ostens und der damit verbundenen sozialistischen Ideen sozusagen ein Denkverbot, die
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Gesellschaft, in der wir leben, als kapitalistisch zu bezeichnen und zu analysieren, das ist ein Problem. Wir bleiben sozusagen in zwei Kategorien
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hängen. Das sind die Kategorien demokratisch und despotisch. Das sind aber, wie man in der Mathematik oder Diktatur und Demokratie, wie man in der
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Mathematik sagen würde, keine hinreichenden Begriffe, um eine Gesellschaft zu definieren, weil es von einem
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absolutum ausgibt. Aber es gibt so eine Demokratie, es gibt so eine Demokratie, es gibt so eine und es gibt dann so ein Despotismus oder wie auch immer.
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Jedenfalls in diesen beiden Begriffen hängen wir fest und analysieren nicht mehr Eigentumsverhältnisse, das natürlich dazu gehört und wir
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analysieren auch in unseren Krisen nicht mehr diese Zusammenhänge. Ich meine, die die Analogien, die man herstellt jetzt
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mit großelegten über große Thinktanks und Denkfabriken von der Brandmauer, dass man versucht sozusagen 1933 zu
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verhindern, das ist eine, würde ich mal sagen, ein Furz, ein ideologischer Furz, denn, wenn man sich die Verhältnisse real anguckt, die NSDLP war am Abkippen
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gewonnen hatte sie erst, als das Großkapital mit Hitler das Treffen hatte und man sich geeinigt hatte darauf. Das heißt, sobald es für die Industrien, für
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die Industriellen und die die Leute mit dem Kapital und die auf Gewinn aus sind, effektiv ist, steigt man darauf ein auf
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eine faschistische Variante oder wie auch immer. Das haben wir im Moment nicht. Und das das sind alles so Analysen äh die nicht mehr stattfinden.
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Ich meine, es gibt die es gibt eine wunderbare Analyse von einem vergessenen Bestseller Auto von Karl Marx über das Kapital über Funktionsweise
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von Geld, von Ware. Mit diesen Verhältnissen leben wir immer noch, aber es ist nicht mehr obsolet, das in der Gesellschaft zu bereden auf der Ebene.
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Deswegen tauchen nur rudimentär taucht mal rein Metall auf und die Gewinnchargen, die sie haben von 400% im
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vorigen Jahr. Das ist aber ansonsten ist das kein Thema. Deck ist es geht um Ehre. Bei Krieg geht's immer um Ehre und nie um Geld.
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Kann es unter kapitalistischen Bedingungen überhaupt Demokratie geben, denn die Produktionsmittel sind ja in
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privater Hand und damit nicht demokratis.
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Das ist sicher eine Frage und das ist eine Frage, die nicht gelöst ist, weil die die reine äh Vergesellschaftung in der Weise auch nicht richtig
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funktioniert hat. Das chinesische Modell ist vielleicht eins, was uns zeigt, wie mit einer Durchlässigkeit, also auch mit einem Eingehen auf
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Bedürfnisse des Mittelstandes, äh sozusagen möglicherweise eine großkapitalistische äh Industrie verhindert werden kann, also ein Mon eine Monopolbindung in der Gesellschaft.
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Ich glaube, das waren die Fehler z.B. in der DDR, dass man nicht auf den Mittelstand gesetzt hat und das ist auch der Fehler dieser Bundesrepublik, dass
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der Mittelstand die Steuern zahlt, die ganze Arbeit macht und im Grunde jetzt noch mit Spritpreisen überholt wird, dass er fast nicht mehr lebensfähig ist
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und nicht mehr weiß, wohin mit seiner Wut. Die demokratische Struktur ermöglicht es ihm nicht mit seiner Wut umzugehen.
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Wir müssen kriegstüchtig werden, heißt es.
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Genau, das ist das leitet ab. Ja. Und das ist deswegen glaube ich schon, dass es ein Problem ist, wie weit gesellschaftliche Kontrolle in das
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ökonomische hineinreichen muss. Das haben wir nicht in in unseren Gesellschaften. Das haben wir nicht. Es ist ja egal, welche Regierung wir haben. Die Gesellschaft bleibt die gleiche.
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Also, wir haben auch hier einen Mangel an Demokratie.
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Na, selbstverständlich. Es ist, das ist ja keine in dem Sinne.
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Wenn ich diesen Begriff der Demokratie mal ansätze für das individuelle Leben, es gab in den 70er Jahren in der bundesdeutschen kritischen Psychologie
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eine interessante Frau, Ute Holzkamp Osterkamp, die sozusagen gesagt gesagt hat, wir haben zwei Bedarfebenen als Menschen. Die sinnlich vitale Bedarfebene und die Realitätskontrolle.
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Die sinnliche Vitale, das ist das, wie viel Autos kann ich mir kaufen, wie viel Zimmer, aber die Realitätskontrolle, wie weit ist bin ich in der Lage, meine
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Welt, meine Realität zu kontrollieren und zu gestalten und das ist, wenn wir darunter demokratischen Aspekt das betrachten, ist sind wir
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unterentwickelt, denn die Form, wie wir unsere Realität kontrollieren können, wird immer geringer, denn den denn die Leute, die wir wählen, machen sowieso
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was sie wollen. Sie sie fühlen sich nicht mal mehr mit dem schlechten Gewissen. Vor würde ich mal sagen vor 20 Jahren weren Politiker wie der
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Bürgermeister von Berlin der Tennisspielen war wären die Hälfte im Dunkeln sitzt die werden danach zurückgetreten. Auf diese Idee kommt keiner mehr.
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Sind wir in einer Situation, in der die Eliten geistig zerfallen?
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Es ist ja, ich glaube es ist so, dass die wir sehen es bei der Bahn Bundesbahn bei überall, es werden
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sozusagen immer die schlechteren übernehmen die Posten der vorhergehenden. Das ist für mich langsam eine Definition der deutschen Geschichte. Die schlechteren übernehmen
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es also und dann wenn die wegfallen, müssen wir noch einen schlechteren finden. Wir haben einen Abbau. Es ist eine das ist ein System äh sozusagen was
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von dem von den bürokratischen Gravitationskräften ausgeht. Das ist ein bürokratischer Staat, den wir aufgebaut hat. Wenn wir mal schauen, wie viel
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Menschen jeden Morgen mit dem Fahrrad zum deutschen Bundestag fahren oder wie viel Menschen jeden Morgen in Brüssel
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ins Europäische Parlament gehen. Das sind Horden, das sind Proletarier, aber alles verbeamtete oder wie auch immer.
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Das heißt, wir haben einen unglaublichen Apparat und man kann den nicht mal vorwerfen, dass sie faul sind. Die sind ja fleißig.
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ist super sinnlos letztenendes ist das eigenartige und in dem Sinne haben wir eine Elite gezüchtet, die nicht in der Lage ist auf diese Krisen zu reagieren.
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Menschen, deren Kernqualifikation darin besteht, dass sie anderen einmal die Aktentasche hinterher getragen
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haben, verhängen gegen Sanktionen wie Jacques Boispielsweise, die in Kriegs- und Krisengebieten, man muss das so
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sagen, ihren Mann gestanden haben. Was sagt das aus über Realitätskontrolle?
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Das sagt aus, dass man sozusagen eigentlich das Volk nur noch als ein eine gefühte Masse definieren, wie die
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gehorcht. Ja, [räuspern][schnauben] und das ist natürlich die Dummheit äh äh von diesen Eliten. Die Staatswesen zerfallen
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deswegen und äh nicht anders ist das römische Reich zerfallen. Wir haben mehrere große Verfalls äh äh äh Geschichten in der menschlichen äh
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Historie anzuschauen. Das ist genau dieser Punkt, wenn man wenn man sozusagen das kritische Potenzial, das
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was widerspricht ausschaltet und sich nur noch selbst sollt und das Schönste ist das beste Beispiel ist ja Pinocchio
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unser Kanzler, das ist ja Herr Merz nachdem also früher wurden nach unseren Staatsmännern noch Betriebe benannt
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zweite Ulbrichtwerk Leunerwerke weil der Ulbrich jetzt werden Monate nach ihm benannt ein ganzer Monat März wird nach ihm benannt
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aber solange So eine Leute nicht mehr reagieren auf die auf die realen Verhältnisse, entsteht immer weiter eine Kluft und das Staats das Gemeinwesen ist nicht mehr handlungsfähig.
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Politiker reagieren nicht mehr auf die realen Verhältnisse. Ist dieser Realitätsverlust die Voraussetzung von
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Kriegstüchtigkeit? Ich [seufzt] glaube, es ist nicht der die Voraussetzung, aber Kriegssüchtigkeit kann darüber hinwegtäuschen.
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Es kann hin wegtäuschen. Ich meine, wir dürfen nicht vergessen, dass die Leute, die im Ukrainekrieg am meisten gehetzt
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haben und versucht haben, den Krieg am laufen zu halten, während schon äh Lösungen greifbar waren, sind äh Politiker ohne stabile Mehrheiten.
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Macron ist im Grunde selbst 3 Jahren eigentlich kein Präsident mehr. ist er ist bloß er denkt, er ist Napoleon und tritt nicht zurück. Star ebenfalls hat
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keine Mehrheiten im Land. März ist eine geschummelte Mehrheit, die er sich zusammengefummelt hat. Das heißt, die
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Leute, die am aggressivsten sind, sind die, die sich in ihrer Macht nicht genau bestätigt wissen und die brauchen den
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Krieg. Das ist eine girirondistische Politik. W Franz, man braucht den Krieg, um abzulenken. Ich kenne keine Parteien mehr. Ich kenne nur noch Deutsche, der
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kennen diese Sprüche. Das ist eine alte deutsche Geschichte. Man versucht sozusagen das ungeeinte Volk zu einen in der Katastrophe, die man abwenden muss.
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Geht es hier um Aggressionsverschiebung auf einen äußeren Feind, weil die innenpolitischen Probleme nicht angefasst, nicht gelöst werden.
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Es geht ja, das ist ja ein ein Impuls.
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Aggression wird verschoben und es wird auch Aufmerksamkeit verschoben. Es ist sozusagen ein Management von Aufmerksamkeit. Es wird darauf darf
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gerichtet. Auf einmal ändern sich bestimmte Dinge. Also, wenn ich vor 3 Jahren, ich war viel mit der Eisenbahn, habe ich kaum Soldaten im Zug gesehen.
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Das hat sich geändert, als ob die zur Front fahren oder so ganz eigenartige Bilder auf den Straßen. Also das, was wir unbewusst wahrnehmen, ist eine eine
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Verschärfung äh ähm äh [räuspern] von sozialen Wahrnehmungs
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Ja, ich denke, dass es fast gesteuert ist, also auch wie man mit diesen Begriffen umgeht. Ja.
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[räuspern]
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Das ist das wir ab wir sind abgestumpft dann und nehmen es hin und sind nicht mehr kritisch dagegen.
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Kann man sagen, politische Schwächlinge sind die schlimmsten Kriegshützer?
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Ich glaube ja, Schwächling ist immer schwierig. Wie wie wollen wir den Begriff definieren? Schwächling, aber ähm
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Schwächlinge hatten wir auch im Unterricht am Barren oder als Torner und die waren manchmal sehr klug, aber ich
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weiß, was Sie meinen. Im Grunde hör mal die Unsicherheit,
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die in einem wirkt, die treibt zu solchen Aggressionen. ist immer, sobald man selbst nicht mehr
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genau äh über sich Bescheid weiß oder einen Minderwertigkeitskomplex verdecken muss, wie ein Großteil unserer
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politischen Eliten, die unausgebetet sind, die, ich weiß nicht, ob sie es Abitur haben oder wie auch immer, ist ja eine äh Doktorarbeit nach der anderen
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wird für ungültig erklärt. Da ist ja, da ist ja ein schlechtes Gewissen in den Leuten drin und das wird kompensiert
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über übermäßige Aggressivität oder ja Manchismus, also ein Manchismus, den
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ich nicht nur auf Männer beschränken würde, sondern den wir Frau bei Frau Klas oder sonst wo auch ebenfalls haben.
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Es ist ja auffällig, dass einer wie Hofreiter, der mit seinen langen Haaren in den Stacheldraht verhauen hängen
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bleiben würde, einer der schlimmsten Kriegstreiber ist. Ja, das es hängt mit äh mit mit dem zusammen, dass man es ist einmal eine Definitionssache und dann
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glaube ich ist es bei Hofreiter, das sind Leute, die eine andere politische Perspektive für sich gesehen
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haben, als die Grünen an der Macht waren. Er ist nicht an die Position gekommen. Dann muss man viel brüllen, damit man gehört wird. Und er ist ja in jede Talkshow eingeladen worden, aber
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der erkannte auf einmal innerhalb von dem Vierteljahr alle Panzertypen und alle Granatentypen. Das ist schon enorm lernfähig für so ein Ja, ich habe in
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mehreren Konzerten als Adolf Hofreiter äh betitelt und danach auch eine Klage gekriegt und habe ich nur gesagt, ich habe ein sehr schlechtes
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Namensgedächtnis gehabt, irgendwas verwechselt, aber mit A fing er doch an.
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Man wurde gesagt, ich hätte gesagt, er wäre Neonazi, was ja natürlich nicht stimmt. Das ist aber das ist etwas sehr
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absurdes, was da passiert. Ja, es ist fast ein Puppentheater, wenn es nicht so traurig wäre.
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Sie beschreiben ja auch in ihrem Beitrag zu diesem Buch "Lasst alle Hoffnung fahren" im Grunde ein Theaterstück.
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Warum haben Sie diese Form gewählt?
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Weil ich glaube, dass das äh die Theatralisierung der Politik ebenfalls damit zusammenhängt, dass es keine Politiker sind, sondern Leute, die
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spielen Politiker zu sein. Also, wir haben eine mag diesen äh Personen stehen, wie man will. Ich nehme eine extreme, ich nehme mein wegen Helmut
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cool, ein Mann, der nicht meiner politischen Auffassung war, aber vor dem ich Hochachtung habe, weil er im Kern
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hässlich, wie er war, karikiert als als Birne oder was immer zu seiner Haltung gestanden hat und die Beleidigung alle ertragen hat, das gehörte dazu für ihn.
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Das ist ja heute nicht mehr möglich. Das sind ja eitle Schauspieler. Wenn einer sagt, du bist ein Dummkopf oder ein Schwachkopf, dann gibt es sofort wie am
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Theater Intrigen und dann wird der Verwaltungsrat oder eben hier dann das Gericht eingeschalten.
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Es wird eine Imitation von bestimmter Gestik setzt ein. Es gibt das von Greenbood ein ein amerikanischer äh äh
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Germanist oder Anglist, ich weiß nicht, hat ein sehr gutes Buch geschrieben. Der hat sozusagen den Aufstieg von von Trump
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mit den Schpeierkönigsdramen verglichen und es sind wirklich bestimmte, ohne dass Trump jetzt ein großer Schpearkenner ist, aber bestimmte halten
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Haltungsweisen und bestimmte Formen der Intrige sind bei Shakespeare vorgeschrieben. ist die Art der Politik und die sind ja auch im gewissen Sinne
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so eideln. Ich meine Frau Berburg, wir wissen was sie für ihre Maskenbildnerin und für ihre ihr Outfit ausgegeben hat.
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Das heißt, das sind Leute, die vor allem äh beraten werden von Designern, von Leuten, so kommst du besser, so wirkst
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du besser. Also das als so psychologische Modelle, die benehmen sich eigentlich wie Schauspieler eines Provinztheaters. Wenn man sieht, wie
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aufgebracht Herr Merz gelegentlich ist oder wenn er äh mit der Kippe auf einmal
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anfängt zu weinen, ist das ganz großes Theater. Das ist keine Politik. Das ist eine Emotionalisierung von Vorgängen, die nicht mehr mit Analyse zu tun haben.
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Interessant ist, dass einer der Politiker, die dieses Spiel mitspielen, Dr. Ralf Schlner, seine Doktorarbeit
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geschrieben hat über theatralische Politik.
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Okay, das wusste ich nicht. Interessant und das passt in dieses Bild. Ja. Ja.
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Einer Frau Berburg, die immer dann, wenn einer Kamera vor ihr steht, den Arm so leicht hochzieht, damit es dynamisch aussieht. Ja, sind Berater die da s ganz
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ich weiß das ist bei Angela Merkel gab's ja auch die nur die Freigabe von bestimmten Fotografien sozusagen nicht
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äh falsch aussieht. Das ist wie wenn der Regisseur nach der Inszenierung der Presse sagt das Foto, das Foto, das Foto darfte darfte nehmen. Das heißt, wir
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haben eine, ich sage, es ist die Abschaffung der Kunst setzt damit ein, dass die Politik
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die Kunst übernimmt. Sie ist im Grunde, sie wollen alle so sein, sie schreiben alle noch ihre Bücher, ihre Memoiren, sie, wenn es geht, tauchen sie noch in
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irgendwelchen Fernsehserien auf oder das ist alles eine eine ganz große Inszenierung, die mit der Politik zu tun
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hat. Ja. Und einer macht es vor, das ist der Machthaber der Ukraine.
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Das ist richtig. Na ja, der kommt ja aus dem, ich meine, das ist die eins, das einzige Land der Welt, wo eine Partei nach einer Fernsehserie benannt wurde und der Hauptersteller Präsident wurde.
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Also, stellen sich vor, wir machen in Deutschland eine Partei in aller Freundschaft und nehmen den Chefarzt als Präsidentschaftskandidat. Da sieht man,
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welche Inszenierung da insgesamt durch durch die Oligarchen und durch internationale Kräfte äh im Gange sind.
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Das ist ein Schauspieler, der spielt den kleinen Napoleon und es kommt bei den Menschen an und fällt ihnen nicht auf.
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Ich denke in den Medien. Ja, die die ich ich ich glaube, die Sympathiewerte sind nicht so hoch, wie die Regierung glaubt, dass sie sie wären.
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Warum spielen die Medien das Spiel mit? diese Inszenierung von Politik.
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Es ist einmal diese Gesellschaft lebt davon, dass man dazu gehört, dass man im Zentrum ist und nicht am Rand. Man kann eine Gesellschaft aber nur definieren,
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wenn man am Rand ist. Genau. Kann man in Sie gucken. Äh, ich habe [räuspern] mein Lied geschrieben, halte dich von den Siegern fern. Halte dich tapfer am Rand.
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Das ist etwas, wenn man analytisch sein will, wenn man Macht haben will, muss man die Mitte haben. Aber die Medien hätten die Chance außerhalb zu sein.
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Aber es ist ein enger Markt und die Miete muss bezahlt werden. Es ist eine Art von charmante Erpressung, wenn man
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dazu gehört und auf einmal in die Talkt eingeladen wird oder etwas mit initiieren kann oder ein bestimmtes Interviewthema bekommt. Äh, es ist eine Art von Korruption, die eingesetzt ist.
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Und dann kommt hinzu, dass wir natürlich eine Monopolisierung den Medien haben, bis auf die öffentlichrechtlichen. Da ist es aber auch nicht anders. Es ist
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auch eine Monopolisierung, die aber auf eine andere Art läuft. Aber die Printmedien sind größtenteils alle in der Hand von wenigen Oligarchen. Diesen
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Begriff nimmt man in Deutschland noch nicht, aber für mich ist das gleiche. Es ist eine Oligarchie, die uns beherrscht in den Medien. Einige [räuspern] wenige
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haben Kapital und Einfluss und gaukeln der Mehrheit vor, es herrsche Demokratie.
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Genau. Ja. Und die die Kühnen Journalisten, ich meine, es gibt noch genug, me man darf das den Stab nicht über alle über allen diesen Berufsleuten
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brechen und vielen die darunter leiden auch. Aber der Großteil äh wie wir früher in der DDR zu solchen Leuten sagten, waren Arschkriecher.
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Da würde ich der Gnade des Herrn, ich war 50 Jahre Journalist, keine allzu engen Grenzen setzen, wie Adenauer das mal gesagt hat. Ja.
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Woher rührt es, dass besonders bösartige Politiker besonders dünnhäutig sind?
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eine sehr interessante Frage. Ja, ich ich glaube, das ist ähm [räuspern]
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wenn man das Nein oder die die Negation, die sozusagen zur Bösartigkeit dazu gehört oder zum destruktiven Charakter,
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wenn man sie durchsetzen will, muss man unangefochtene Macht haben. Nur dann, der Teufel oder Satan, wie auch immer,
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in unserer biblischen Geschichte, ist unantastbar gewesen. gegen nichts über und diese Unantastbarkeit muss man sich
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herholen. Und bei diesen Leuten, die ähm
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[räuspern]
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man sehr stark auf destruktive Kräfte setzen, schlummert etwas in ihn. Und das ist
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auch das, was uns alle Menschen auch ausmacht, was wir eben auch lernen müssen. Ein Humanum. Wir gehören dennoch zur gleichen Gattung. Und ein vielleicht
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gibt es so ein kleines sentimentales schlechtes Gewissen, was auflodert gegen das man vorgehen muss. Ich denke, dass
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wir das, also ich das ist meine Hoffnung, dass wir als Menschen uns doch so unterschiedlich wir sind und so sehr wir uns trennen in verschiedenen Lagern,
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dass wir in den in der nächsten Zeit wieder schmerzhaft lernen müssen, dass wir alle zusammengehören auf diesem
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Planeten und nicht diese übermäßig politische Trennung, die das 20.
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Jahrhundert uns abverlangt hat als Gattung, die uns nichts gebracht hat, außer Katastrophen und große Versuche, wie auch immer. Aber dass wir das
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vielleicht wieder auf dieses Humanum ein Stück zurückführen müssen und die Gerechtigkeit e über neue Alternativen unserer gesellschaftlichen zusammen
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unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens nachdenken. Ja, wer soll das Humanum wieder zu Bewusstsein bringen, wenn der Krieg die
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Kriegstüchtigkeit in alle Poren der Gesellschaft eindbringt? Sie haben den Prozess beschrieben.
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Ja, wir gehen noch mal auf Benjamin zurück. die Katastrophe. Im Moment ist es vielleicht die Katastrophe, die uns als einzige Form dazu bringt.
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Vielleicht, ich meine, nach dem ersten Weltkrieg hat man den Völkerbund gegründet, wenn man sich gesagt hat, vielleicht ist es einfacher, ein paar
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Diplomaten schlagen sich die Schneidez ein, anstatt Millionen in den Schützengräben umkommen müssen. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat man aus demselben
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Grund die Uno gegründet. Jetzt ist der Entmachtungsprozess dieses äh
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dieses Gebildes in Gang gekommen. Wir befinden uns wieder in einer Phase der Verblödung, wo sozusagen, dass die Schrecken vergessen werden und es gibt
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genug Leute, die uns gerne in den nächsten Krieg führen würden, damit wir klüger werden. Aber vielleicht sind doch die aufgeklärten
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Gesellschaften ein Stück weiter, als die Regierenden es glauben. Ich hoffe das zumindest, dass wir diesmal vielleicht ohne einen Krieg klüger werden und auf
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eine Besinnung zurückkommen müssen, die mit uns die uns definiert als Menschen, weil wir als Gattung in Frage gestellt sind. Be Strafe des Todes.
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Genau.
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Kann Amnesie mit einer Katastrophe geheilt werden?
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Vielleicht der Schreck ist es manchmal äh das ist dieser Gedanke von Benjamin.
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Manchmal brauchen wir die Katastrophe, um zu begreifen, was Sache ist.
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[räuspern]
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Weil wir ansonsten so eingelollt sind in in unserer eigenen Geschichte und in unserem eigenen ja auch in den Vertrautheiten. Wir haben
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ja alle kleine Welten. Hinzu kommt dieses dieser digitale äh Universalismus, der sich da aufgetan hat, indem wir uns gar nicht mehr
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zurecht finden. Das wird ja noch komplizierter werden, desto mehr die KI in unsere Lebensbereiche eingreift. Ja,
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das das wird so kompliziert, sich in dieser Welt zu orientieren davon. Da haben wir heute noch einen guten Überblick. Ja, das ist wir sind nicht vorbereitet auf diese Katastrophen.
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Eingelullt sein in der Zeit der Katastrophen, in der Zeit äh der des Nuklearen äh der nuklearen Möglichkeiten
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bedeutet dies, wir sind als Gesellschaft Apokalypse blind.
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Ich würde sagen, die westliche Zivilisation ist es. Also, ich würde das äh wir sind an einem,
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ich glaube an einem kulturellen Endpunkt angelangt der westlichen Zivilisation, die begonnen hat in der Renaissance mit dem Gefühl, man ist allen anderen
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Kulturen überlegen, man braucht sie nicht, man kann die Schamanen in Afrika erschießen, man kann die Chinesen mit äh
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Drogen aus der Welt schaffen, man kann, man ist das Klügste auf der Welt. Man hat eine große [räuspern] Kunst entwickelt, die große Träume der Menschheit formuliert hat.
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Diese Form kommt an ihr Ende, glaube ich. Und äh die Lösung wird wahrscheinlich nicht in der westlichen Zivilisation liegen, falls die Gadung
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überlebt, sondern wahrscheinlich in Afrika, in Indien, in China, in ganz anderen Regionen. Also das, was sich als Bricksstaaten formuliert, z.B. vom
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ökonomischen her, das glaube ich wird ein vielleicht ein Hoffnungsschimmer sein. Der Westen hat sich eingelz
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und in seiner Hybris. Das ist auch ein schöner Artikel von Alexander R in diesem Buch, der sozusagen die Hybris des Westens, der glaubt, er hat alle
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guten Werte gepachtet und der ist in im Recht alles, die ihm nicht gehorchen umzubringen. Das geht zu Ende. Also, das ist glaube ich vorbei.
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Erleben wir den Niedergang des Westens?
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Wir erleben ihn. Ich habe eine äh würde ich mal sagen, eine Niedergangserfahrung. Ich habe sozusagen
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die Hälfte meines Lebens in der DDR bis zum 35. Lebensjahr in der DDR verbracht und 35 Jahre im Vereinten Deutschland.
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Äh [räuspern] zur zur Feier wurde ich gefragt, äh welche Zeit war besser? Ich meine, das ja kann man nicht drauf antworten, was soll das? Aber es ist ja
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das es sind Analogien sind kompliziert, aber es gibt bestimmte Dinge, die sind ähnlich. Die sind ähnlich in der Litgie,
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die sind ähnlich in der Form, wie Kunst auf einmal benötigt wird. Ich spiele viele Konzerte. Ich spiel ungefähr 100 Konzerte im Jahr von einem sehr großen
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Publikum und merke zunehmend, wie notwendig das die Leute haben, an bestimmten Stellen zu merken, dass der Nachbar an der gleichen Stelle lacht
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oder nachdenkt, dass man mit seinen Zweifeln nicht allein ist, dass es eine Gegenöffentlichkeit gibt. Das ist ähnlich wie mit dem Ende der DDR, wo die
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Medien gerade in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr reagiert haben auf die wirklichen äh komplizierten Zustände im Land und man nicht mehr in ein
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Gespräch gekommen ist. Das heißt, das dialogische Verschwunden und das ist an vielen Stellen erlebe ich das sozusagen fast wie ein Déjàvu.
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Es gibt bloß einen großen Unterschied.
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Die DDR ist sozusagen auf eine harte Realität aufgefallen, die die kapitalistische Bundesrepublik war und da wurde sie aufgefangen. Bloß wenn
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dieses Land untergeht, wird es nicht mehr aufgefangen. Es fällt ins nichts.
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lässt sich der Punkt näher beschreiben, an dem Gesellschaften, an dem politische Systeme kippen.
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Ich kann es vielleicht, ich habe ja meine Realitätserfahrung ist natürlich die Bühne, sind die Konzerte und sind vor allem die Gespräche mit Freunden, äh
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meine Lektüre. Ich glaube, es fängt meist damit an, dass das, was Sie mit mir führen, nicht mehr stattfindet.
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ein ernsthafter Dialog. Wir sind als Menschen auf das dialogische Prinzip angewiesen. Das ist unsere einzige Form,
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wie wir lernen können und wie wir über uns selbst hinaussteigen können. Nur das ist das Mögliche. Das unterscheidet uns von den Tieren, deren Dialogform
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geringer ist. Wir sind in einer monologischen Kultur und der Krieg ist der perfekte Monolog, wenn man überhaupt nicht erpicht ist auf die Antwort des
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anderen zu hören. Aber es gibt diesen guten Gedanken von KG Georg Gadam äh der gesagt hat, wenn man ein Gespräch
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beginnt, muss man auch davon ausgehen, dass der andere recht haben könnte. So und sobald dieses dialogische Prinzip in der Gesellschaft aufhört, das war am
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Ende der DDR auch, dann fängt sie an sozusagen zu erodieren in verschiedene, sie begibt sich in verschiedene
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Bereiche, die nur noch untereinander in Echokammern heißt es jetzt äh sozusagen kommunizieren. Das ist für mich absehbar
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der immer der Anfang von diesen äh würde ich mal sagen ruinösen Phasen einer Gesellschaft. Der der der Dialog ist nur
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noch provormer da. Er wird nicht mehr ernsthaft geführt. Das wir haben es ja.
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Ich meine der Umgang mit einer Partei wie der AfD ist doch was ist das? Das ist ein ein Großteil der Bevölkerung wählt diese Partei und es gibt keinen
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Dialog mit ihr. Ich brandmauern Donbrandmauern und das ist ja sozusag ein Schutzmechanismus. Gelegentlich werde ich auch dahinter abges geschoben
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also wenn man nicht haben will dann sagt man da gehört da und dahin. Was quatsch ist was sollen diese was sollen diese Dinge? Es ist ein ein Verhindern von
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Dialog. Hinzu kommen ökonomische Krisen, über die wir gar nicht sprechen. Die dieses Land ist hoch verschuldet. Also
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die letzte die letzte Nummer von März äh weil er sein sein Sondervermögen nicht mehr dadurch kriegt, das abgewählte
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Parlament zusammenzurufen, damit ihm dort eine Mehrheit geliefert wird. Das ist doch ein Staatsstreich. Das ist doch kein demokratischer Vorgang. Und das ist
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etwas, was auch dazu gehört. Man versucht sozusagen diese selbst die ökonomischen Realitäten nicht mehr ernst zu nehmen. Man nimmt sie nicht mehr
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ernst. Wir haben seit dem Irankrieg eine Spritpreissituation.
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Es denkt keiner darüber nach, dass jedes Brot in diesem Land mit einem LKW gefahren wird, jede Tomate. Das heißt, es wird irgendwann taucht dieses Geld,
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was darauf kommt wieder in unseren Produkten auf und wir zahlen es wieder.
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Und diesen Zusammenhang gibt es nicht mehr. Es gibt keinen Zusammenhang mehr, also keine Begriff darf man zwar nicht mehr nehmen, aber ich nehme ihn wer von Hegel ist keine Totalität.
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Sie haben von Staatsstreich gesprochen.
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Ist die Regierung März der Staatsstreich in permanenz?
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Ich denke, er hat sozusagen charmante Züge eine Staatsstreicht, ohne dass einer mit einer Pistole durchlaufen musste. Aber die Form, wie wie sie
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eingesetzt wurde und wie man verhindert, dass z.B. die Nachzählung des BSW nicht stattgefunden. Das ist ja schon eine
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Form äh ja Stahlstreich ist jetzt 2.0. Also sagen wir mal eher
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man macht es geschickter. Es ist nicht mehr so, wie man in Spanien nach der Nieder nach dem Niedergang von Franco versucht hat, das Parlament äh mit
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Schusswaffen zu übernehmen oder wie man in Afrika äh äh Staatssysteme umongelt.
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Es ist für mich ist es ein Staatsstreich gewesen und es ist ein es gehört für mich einen Staatsstreich dazu, wenn wir
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das mal sozusagen auf EU-Ebene betrachten, was an Sanktionspolitik betrieben wird gegen Leute, die eine
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andere Meinung haben, wo sozusagen das Grundgesetz außer Kraft gesetzt wird.
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Ich meine, darauf müssen wir spekulieren, das darauf müssen wir einklangen. Diese Meinungsfreiheit ist uns zugeschrügen worden per Gesetz und
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es ist ausgehebt. Was ist es sonst? Es sind Sonderverfügungen, die wie Sie ähnlich in den 30er Jahren äh in Deutschland schon mal üblich waren.
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Warum gibt's keinen Aufschrei?
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[japst]
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[seufzt]
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Ja, ich glaube, der Protest ist diskreditiert mehrfach [japst] und zersplittert. Das ist Teile und Herrsche hat funktioniert. Es hat
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funktioniert in der Coronapolitik. Da hat man das eingeübt. Das ist eine eine so äh rigose Trennung gewesen zwischen
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den die Regierung zustimmten oder den Impfen und den nicht Impfen. Da hat man etwas durchgesetzt, was absurd ist. Ich
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habe immer meinen Freunden gesagt, es gab äh irgendwie es gibt einen Nominalistenstreit in der Theologie, da haben sich die Leute im Mittelalter die
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Köpfe abgeschlagen. Wenn ich mir das heute angucke, ich weiß nicht, worum es ging. Und so wird es auch späteren Leuten geben, dass Familien zerbrochen
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sind an der Einstellung zu Corona. Dann haben wir als nächste Stufe, wo es verschärft wurde, der Ukrainekrieg. mit
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welcher Wehensz wurde auf einmal äh die das ganze Patos an aller Antikriegspolitik übernommen und auf die
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Seite der Ukraine gestellt, ohne dass ein geschichtlicher Zusammenhang äh äh hergestellt wurde. Die Geschichte war sozusagen ganz gefährlich, wenn man versucht, den Konflikt zu analysieren.
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Und wir wussten alle, wir wussten alle, diesen Text habe ich geschrieben vor den Ukrainekrieg. Ich wir wussten alle, dass
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wenn damals Scholz und Macron nichts unternehmen, die hätten die Macht gehabt, dahinzufahren, da wäre dieser Krieg nicht zustande
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gekommen. Und wir müssen darüber nachdenken, wie ist ein Krieg zu verhindern und wie wie hätte im Februar gleich sozusagen beendet werden können
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mit den Istanbuler Gesprächen. Das sind alles Dinge äh die glaube ich dazu gehören äh wenn wir darüber nachdenken, dass dass wir da verfangen sind.
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Keine einzige Initiative zur Beendigung des Ukrainekrieges von Deutschland oder
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von der Europäischen Union und gleichzeitig kein öffentlicher Aufschrei gegen den Krieg. Hat das etwas zu tun mit der Mobilisierung der Angst?
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Das hängt das hängt zusammen und es werden sozusagen die Geister der Vergangenheit hervorgeholt. Wir dürfen nicht vergessen, wir haben einen einen
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riesigen Krieg im Gazastreifen des Staates Israel. Das dieser Krieg wird überhaupt nicht reflektiert und man wird sofort als Antisemit äh äh sozusagen
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hingestellt. Das heißt, wir haben in der Gesellschaft lauter Denkverbote aufgebaut. In diese Richtung dürfen wir nicht. Sind wir traurig über die Toten
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im in Gaza? Sind wir Antisemit? Das ist eine Verhöhnung. äh der Millionen Toten Juden im im während des Faschismus in
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Deutschlands eine ekelhaft provinzielle Verhöhnung ist, finde ich, wenn wir meinen, dass man Kriege nur noch mit Vernunft und nicht mehr mit Waffen beenden kann, ist man ein Putin
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verstehe. Das heiß sind überall sind Verbote aufgestellt, aber wir können wir können Dinge nur ändern, wenn wir sie
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vorher genau benennen. Und indem uns die Sprache verloren geht, sind wir verloren. Wir kommen nicht mehr heran. Es ist das Märchen von Rumpelstilchen.
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Als die Königssochter den Namen wusste von dem Ungeheuer, hatte es keine Macht mehr. Und so müssen wir auch die Dinge, die uns verletzen und die uns verstören,
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die müssen wir benennen und dazu müssen wir die völlige Freiheit haben über die Gendersprache noch hinzu. Ich meine, es
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ist noch eine Verschärfung, die sozusagen unsere syntaktischen, unsere denkstrategischen Dinge verletzt. Das heißt, wir w wir werden unsere
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intellektuellen Mittel zunehmend beraubt und das ist etwas gefährliches.
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Ist Herr Wensel für Politiker, die auf dem Niveau des kindlichen Spracherwerbs steheneblieben zu sein
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scheinen das Sprechverbot ein Herrschaftsinstrument?
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Das Sprechverbot ist immer ein Herrschaftsinstrument in auf der Ebene der politischen Vokabul, also der [räuspern] politischen
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Formulierung. in der künstlerischen eigentlich nicht, aber es findet kaum noch statt, dass man es ich habe eine interessante Doktorarbeit mal
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geschrieben über den gelesen über den Einfluss der metanischen Zensur auf das Werk von Nestreu, einem großen österreichischen Autoren. wies nach,
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dass die Zensur eine große Funktion hatte, weil er musste, wenn es keine Kartoffeln gab, es so umschreiben, dass die Leute wussten, es geht um die
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Kartoffeln, aber es ist gleichzeitig so poetisch, dass es für alle Mangel Situationen hinreichen könnte, was diese Möglichkeit hätten wir, aber wir haben,
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was hinzugehört hinzu äh kommt ebenfalls eine, würde ich mal sagen, Vernichtung
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von realistischer Kunst seit dem Zusammenschluss von Ost und West, Also, man hat ja, wie alle Kolonialern
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in Afrika hat man zuerst die Schamanen und die Sänger beerdigt und erschlagen und so hat man einen Fälsch gegen Christ Wolf, gegen Heiner Müller. R macht an
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wirklich kritischen Intellektuellen, die eine gewisse Unabhängigkeit hatten. Das heißt, diese Bereiche hat man auch
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herausgenommen und es geht über in einen Kunstbetrieb, der vor allem Entertainment erzeugt. eine Art Wellnis
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intellektuell oder psychologische Wellnisindustrie, die entstanden ist und das andere hat es immer schwieriger. Das heißt, wir haben diese Sprach auf, das
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war ja die Frage, diese Sprachbarrieren oder Vernichtung kann immer schwerer durchlaufen werden.
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In in diesen Krisenzeiten, in denen wir stecken, geht keiner, der wirklich äh existentielle Sorgen hat, ins Theater,
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um nach Lösung zu suchen, sondern da geht eine gewisse Schickerie rein, die sich darüber erfreut, wenn einer äh in Windel mit Kacke durch den Raum wirft.
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Das mag alles seinen ästhetischen Sinn haben, aber die Funktion der Kunst in einer Gesellschaft, die in einer Krise ist, funktioniert nicht mehr bis auf
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Ausnahmen und die werden aber nicht gehört. Das ist etwas, was ich für sehr sehr kompliziert halte.
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Warum versagen in einer Zeit der Sprechverbote diejenigen, die das Wort ergreifen müssten, die Intellektuellen? Ich weiß
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nicht, ob sie alle versagen, aber ein Großteil schweigt, würde ich sagen. Und das ist auch ein Versagen und andere
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werden selten gehört. Ich würde es an der Stelle nicht pauschal machen. Ich kenne wirklich mein gesamter Freundeskreis äh sind Intellektuelle
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auch und normale Leute und wir sprechen das aus, aber wir haben manchmal fehlt uns vielleicht die
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Ausdauer es zu schreiben, weil man jemanden haben muss, der das auch haben möchte, ein Verlag, eine Zeitung, wie
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immer. Ja, das ist äh wir brauchen den, der uns das abverlangt und den gibt es nicht. Es ist in diesem schönen Gedicht
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von Bertold Brech des Entstehung des Buches Taotte King des Laut auf dem Weg der Emmigration.
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Es ist ja so, dass der sozusagen aus dem Land gehen will und dann sagt der Zöllner was haben Sie zu verzollen und sagt nichts, nur Gedanken und dann sagt
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er dann schreiben sie die auf äh ich du kriegst meine Hütte und hast die das große Buch entstanden. Und der Schluss dieses Gedichtes ist darum sei der
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Zölner auch bedankt. Er hat sie die Wahrheit eben abverlangt. Und natürlich ist ein Intellektueller kein Politiker.
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Das ist keiner, der sozusagen wie ein wie ein Tribut auf der Bühne steht, aber er muss sozusagen in einen
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Gebrauchszusammenhang hineingeraten, dann hat er Wirkmöglichkeiten und diese Gebrauchszusammenhänge
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äh sind schwierig. Es ist Wir haben keine Intellektuellen in der Regierung, wir sind Antiintellektuell. [räuspern]
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Jens Spanien ist kein Intellektueller, also das wäre die Karikatur eines Intellektuellen. Ja.
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Einen Anlass war für Sie die Vorstellung des Buches von Konrad Wolf, die Troika.
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Sie haben eine Rede gehalten, die Einführungsrede und haben auf ein Brechtzitat zurückgegriffen. Das große
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Katago führte drei Kriege. Und am Ende ist natürlich Katago nicht mehr auffindbar in dem Gedicht von Bertold
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Brecht. Beschreiben Sie damit das Schicksal Deutschlands.
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Es ist bei Brecht eine Warnung. Es ist die Warnung, dass wir sozusagen unauffindbar sind, wenn wir nicht erwachen in diesen Zeiten. Ja, es ist
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auch der das ist was mich treibt ist der diese Brechtgedanke, was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast
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ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt. Das heißt, wir müssen zu dieser Sprachfähigkeit als Intellektuelle wieder zurückfinden oder
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oder sie haben oder sie behaupten gegen das, damit wir als Gemeinwesen als Land weiter existieren
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können. Und es [räuspern] gibt wirklich ich habe einfach unglaublich positive Erfahrung von den Leuten, die in meine Konzerte kommen, sehr einfache Leute.
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Ich lebe in Berlin und in einem kleinen Dorf. Mit den Leuten komme ich hervorragend aus. Ich kann mit ihnen, ich bin sehr froh mit ihnen sprechen zu
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können. Ich bin sehr froh in dieser Landschaft leben zu können, in dieser Kultur. Äh, ich bin ein großer konservativer
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Verehrer von Göte Hölderl, ich von Schubert, ich komme aus dieser Tradition. Das ist etwas äh was ich
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ungern aufgeben würde. Mein Sohn ist 14, da gibt es keinen Köte mehr und keinen
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Schiller mehr in der Schule. wird ja in der Schule nicht mehr gelehrt.
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Nee, es ist nur noch jetzt lesen Sie glaube ich Baldo von Shirach. Ah, nee, das ist ja der Großvater, von den wir sagen.
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Trotz dieses positiven Umfelds, dass sie sich geschaffen haben, die Mehrheit der Deutschen döst in den Untergang.
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Ich weiß es nicht. Ich ich glaube, es ist eher die Hoffnungslosigkeit ist das Gefühl,
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dass man nichts ändern kann, das was wir als Realitätskontrolle beschrieben haben. Was soll ich denn machen? Was kann ich denn ändern? Ja, ich meine
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Hoffnung war, als die Schüler anfingen gegen das Wehrdienstgesetz auf die Straße zu gehen. Das ist ein unideologischer Protest und ich glaube
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diese Protestformen werden wichtig werden, dass sie nicht von Parteien absorbiert werden können oder von
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anderen gesagt, du kannst da nicht hingehen, weil die Partei da ist. Das ist ja das Prinzip in dem wie mit äh Protest umgegangen wird. Ich glaube,
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dass Dösen es es wäre arrogant als Intellektueller das zu sagen, obwohl ich das vielleicht
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glaube, aber in in Großteil ähm ich denke, der Osten ist da auch noch
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etwas anders gestrickt. Also, es ist eine andere Vitalität drin. Die [räuspern] alte Bundesrepublik glaubt zu 70% noch, dass
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sich nichts geändert hat. Seit 1978 kann man sagen, dass die Kritikfähigkeit vom Westen zum Osten hinzunimmt,
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von den akademischen städtischen Milieus zu den ländlichen, nichtakademischen Milieus zunimmt und von den Jungen hin zu den Alten zunimmt.
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Von den Jungen zu den Alten glaube ich, das ist sowieso ein Problem immer der menschlichen Gattung gewesen. ist jetzt eher nur die
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die äh ich sag's mal die die Arroganz einer jungen Generation gegenüber erfahren. Ja, es ist weil wie sie sie sind groß geworden in ein Zeitalter, wo
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alles Information ist. Sie können alles abrufen, wenn ich meinem Sohn was erklären will. Dachte ich weiß das, ich kann es mir holen. Das ist die Information ist vorhanden, aber die
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Information ist keine Erfahrung. Und ich bin groß geworden, indem ich äh ein Großteil meiner Lehrer waren im
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spanischen Bürgerkrieg im Konzentrationslager.
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Äh ich habe sozusagen von ihren Erfahrungen eine Haltung gelernt. Das waren großartige Autoren, die mich
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geprägt haben. Stefan Hermlin äh und sehr, sehr viele wichtige Leute.
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Dann ich fühle mich heute noch als kleiner Schüler gegenüber. Wenn ich etwas tue, denke ich manchmal, was würde mein Professor dazu sagen zu diesem
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Satz? Dieses Empfinden haben, die hat diese Generation nicht. In dem Sinne würde ich dazu stimmen, dass es da eine Verschiebung gibt, weil es keine
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Erfahrung mehr gibt. Bei den städtischen Eliten, glaube ich, stimmt es nur noch partiell,
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weil die die Metropolen des Ostens sind äh äh eingenommen worden von den reichen
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Kindern des Westens. Also Leipzig ist für mich ein ganz typisches Beispiel für eine Stadt, die in Wognis ertrinkt
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teilweise, also wo sich eine so schöne Stadt, aber das ist ich das hatte ich mein erstes großes äh äh Auftrittsverbot
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wieder in einem Club, die sich sozusagen geweigert haben, weil ich eine andere Auffassung habe und ich darf da nicht mehr auftreten und es waren so 23-jährige, die mir auch geschrieben haben, mein Bet über die DDR ist falsch.
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Was will man da sagen?
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[gelächter]
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die wussten es genau. Also,
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[japst][seufzt]
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okay, das äh das ist diese stätischen oder sag wir mal pseudoorbanen Eliten,
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die sich da aufgebaut haben, das ist ein äh historischer Forz, der wird verpfliegen, bin ich mir sicher. Das ist etwas, das
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ist nicht von Bestand, das ist so künstlich. Lasst alle Hoffnung fahren, sagt das Buch. [seufzt][japst]
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Und dennoch gibt es ja in manchen Beiträgen in diesem Buch Hoffnung kann man sagen, auch die Apokalypse ist ein Prinziphoffnung.
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Selbstverständlich, solange ich noch weiß, dass es vielleicht die Apokalypse ist oder wenn ich sehe, dann hab kann ich es ja noch definieren. Das ist ja
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wie bei Rumpelstilchen. Wenn ich sie als Apokalypse definiere, ist es der erste der erste Weg, sie vielleicht zu umgehen
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oder etwas dagegen zu unternehmen, wenn ich sie nicht als Apokalypse definiere, sondern sage, wie kannst du sagen, wir sind in der Vorhölle, wir sind das
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freieste Land, was es je gab, wir haben das höchste Protosozialprot diese Erfolgsmeldungen, die uns sozusagen einschläfern sollen, dann
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definiere ich es nicht als Katastrophe und dann gibt es keinen Weg daraus. Die Hoffnungslosigkeit ist etwas,
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was man unterscheiden muss zwischen Depression und Verzweiflung. Also in der Erzählung, die ich zitiere von meinem
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Freund Christoph Fein, schreibt sozusagen die Prometus Geschichte um. Äh, sagt Prometus ist von
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Zeus deswegen bestraft worden, nicht weil er die in das Feuer gebracht hatte, sondern Zeus hatte den Menschen die Fähigkeit gegeben, in die Zukunft zu
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schauen. Sie konnten alles wissen, was ihnen passieren wird. Das war ihre Fähigkeit und die Menschen haben es nicht ertragen. Sie sind daran verzweifelt, dass sie das gesehen haben,
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dass der Partner bald stirbt oder dass der Krieg kommen wird und sie konnten damit nicht leben. Und um diese
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Klarsicht der Zukunft zu vernichten, hat Prometus den Menschen die Hoffnung gegeben. Und seit sie hoffen, sehen sie die Katastrophen nicht mehr. Das ist ein
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schönes Bild, was ich zitiert habe von Christophin.
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Das ist die Gefahr, in der wir sind. Und äh sobald wir uns immer der Gefahren bewusst sind und uns nicht in eine
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Leichtfüßigkeit hineinbegeben, vor allem in eine hybris und Arroganz der Welt gegenüber, glaube ich, gibt es eine ganz ganz kleine Chance diesem
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Unsinn zu entkommen. Es gibt eine kleine Chance Krieg und Katastrophen zu
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entkommen, sagt Hans Eckert Wenzel, der Poet, der mit seinen Beinen im Boden der
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DDR steht, aber ein wacher Beobachter der Bundesrepublik Deutschland ist.
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Dafür vielen Dank. Wir beigegen den Strom zeigen Positionen und Perspektiven, welche die Propagandamedien verschweigen.
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